Patienteninformationen PET/CT

Siehe auch PET/CT-Leistungen und PET/CT-Übersicht

Was ist eine PET/CT?

Die PET (Positronen-Emissions-Tomographie) ist eine Untersuchung mit der sehr gezielt Tumoren im Körper aufgespürt werden können. Tumorzellen haben meistens einen gesteigerten Stoffwechsel, der durch die PET sichtbar gemacht werden kann. Dazu erhalten Patienten sehr kleine Mengen eines gering radioaktiven Stoffes, zumeist handelt es sich um markierten Traubenzucker (Fluorodesoxyglucose = FDG) oder markierte Prostatazellen-Bindungsstellen (PSMA). Dieser verteilt sich über den Stoffwechsel des Körpers und sammelt sich in aktiven Tumorzellen. So können Tumore entdeckt werden, die sich mit anderen Verfahren (z.B. CT, MRT, Ultraschall) häufig noch nicht zeigen. Allerdings ist mit der PET alleine eine Aussage zur genauen Lokalisation des Tumors nicht möglich. Deshalb wird die PET mit der Computertomographie (CT) kombiniert, die wiederum sehr feine Körperstrukturen darstellen kann. Bei einer CT werden mit Hilfe von Röntgenstrahlen Schnittbilder des Körpers erstellt. Wahrscheinlich kenne Sie diese Untersuchungsmethode bereits von vorherigen Untersuchungen.

Die PET/CT vereint die Vorteile beider Methoden in einer Untersuchung und ist eine sehr effektive Methode einen möglichen Tumorbefall und dessen genaues Ausmaß festzustellen. Eine exakte Diagnose ist für die Wahl der richtigen Therapie entscheidend.

Entzündungsdiagnostik, Erkrankungen des Gehirns (z. B. Alzheimer-Erkrankung) oder die Analyse der Herzvitalität sind weitere Einsatzgebiete der PET/CT.

Wie läuft eine PET/CT Untersuchung ab?

Am Untersuchungstag kommen Sie bitte vorbereitet (nach ausführlicher Rücksprache) zu uns.

Wir nehmen Ihre persönlichen Daten auf und bitten Sie einen Fragebogen auszufüllen. Dann startet die Untersuchungsvorbereitung mit der Überprüfung Ihres aktuellen Zuckerstoffwechsels (bei FDG), ähnlich wie bei einem Diabetiker. Sie bekommen dann die leicht radioaktive Substanz über eine Vene injiziert. Dabei liegen Sie schon in einem abgedunkelten Raum, da Sie sich für ca. 1 Stunde (FDG; bei PSMA ca. 90 min) entspannen und nicht sprechen sollten.

Im Anschluss werden die Aufnahmen erstellt, diese dauern etwa 10-20 min. Eventuell ist die Gabe eines Röntgenkontrastmittels nötig, um die Körperstrukturen im CT noch besser abzugrenzen.

Nach der Untersuchung können wir Ihnen bereits einen ersten Eindruck Ihrer Untersuchung geben. Der endgültige Befund wird in der Regel dem überweisenden Arzt innerhalb weniger Tage zugesandt, da es einer gründlichen Auswertung der vielen Bilder und ggf. ergänzender Rekonstruktionen bedarf.

Welche Vorbereitungen sind nötig?

  • Sie kommen am Untersuchungstag bitte nüchtern (FDG). Die letzte Mahlzeit sollte mindestens 6 h her sein. Wasser dürfen Sie gerne trinken (Kein Kaffee/Tee, Limonade, Saft o. ä.)
  • Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden
  • Bei Diabetikern: Ihr Blutzucker sollte zum Zeitpunkt der Untersuchung eingestellt sein. Dies sprechen wir mit Ihnen ab. Wenn Sie Insulin spritzen, bringen Sie ihre Medikamente bitte mit.
  • Bitte bringen Sie aktuelle Schilddrüsen- und Nierenwerte (TSH- und Kreatinin-Wert) mit.
  • Ziehen Sie bitte gemütliche, warme und metallarme Kleidung an. Sie sollen in der Ruhephase nicht frieren, da dadurch die Muskulatur mehr Zucker verbraucht und Befunde verdeckt werden könnten.
  • Vorbefunde oder Voruntersuchungen, die Ihnen ggf. vorliegen, bringen Sie bitte mit. Ebenso mögliche Konferenzbeschlüsse, Überweisungen oder Kostenübernahmen der Krankenkasse, soweit vorhanden.
  • Am Tag vor der Untersuchung rufen Sie uns bitte bis 11:00 Uhr an und bestätigen den Termin. Dies ist notwendig, da die Radioaktivität speziell für Sie hergestellt wird und nur sehr kurzlebig ist, so dass wir diese dann verwerfen müssten und Ihnen die Kosten trotzdem in Rechnung stellen müssten.

Was ist noch zu beachten?

Eine Schwangerschaft muss sicher ausgeschlossen sein, die Stillzeit muss bis zum Abklingen der Radioaktivität unterbrochen werden.

Da es sich um eine Radioaktivität handelt, die Sie injiziert bekommen haben, sollten Sie am Untersuchungstag den Umgang mit Schwangeren und Kindern vermeiden. Sie selbst sollten darauf achten, dass Sie reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen und häufig das WC aufsuchen. Falls es Ihnen zu Hause möglich ist, benutzen Sie bitte das WC alleine, um eine Strahlenbelastung für andere Personen möglichst gering zu halten.

Werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen?

Diese Frage lässt sich leider nicht pauschal beantworten. Einige Indikationen berechtigen zu Kostenübernahme, andere Fragestellungen müssen als Einzelfallprüfung bei der Krankenkasse angefragt werden. Deshalb ist es immer sinnvoll eine Anfrage bei der zuständigen Versicherung einzureichen. Wir stellen Ihnen gerne einen Formulierungsvorschlag und einen Kostenvoranschlag zur Verfügung.

Sollte die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen, müssten Sie die entstehenden Kosten selbst tragen.



Die oben genannte Abläufe können je nach Untersuchung variieren. Dies sprechen wir gerne mit Ihnen vorher ab.

Sollten Sie noch Fragen haben, kontaktieren Sie uns bitte. Wir helfen Ihnen gerne weiter und können offene Fragen im persönlichen Gespräch klären.

Ihr Praxis-Team